17. November 2023
Berichten zufolge waren auf der diese Woche stattgefundenen Japan Mobility Show zahlreiche Elektrofahrzeuge zu sehen, doch Japan steht auch vor einem gravierenden Mangel an Ladeeinrichtungen.
Laut Daten von Enechange Ltd. gibt es in Japan durchschnittlich nur eine Ladestation pro 4.000 Einwohner, während das Verhältnis in Europa, den USA und China deutlich höher ist: 500 in den USA, 600 in den USA und 1.800 in China.
Ein Grund für Japans unzureichende Ladeinfrastruktur liegt in der Schwierigkeit, ältere Gebäude nachzurüsten, da für die Installation von Ladestationen in Wohnanlagen die Zustimmung der Bewohner erforderlich ist. Neubauprojekte hingegen bauen die Ladeinfrastruktur aktiv aus, um potenzielle Besitzer von Elektrofahrzeugen anzulocken.
Japanische Autobesitzer werden bei Langstreckenfahrten mit Elektrofahrzeugen in Japan sehr besorgt sein. Viele Autobahnraststätten sind zwar mit ein bis drei Schnellladestationen ausgestattet, diese sind jedoch in der Regel voll belegt und es bilden sich lange Warteschlangen.
In einer aktuellen Umfrage äußerten japanische Verbraucher im Vergleich zu anderen Ländern größere Bedenken hinsichtlich des Ausbaus der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Rund 40 % der Befragten gaben an, sich über die unzureichende Ladeinfrastruktur Sorgen zu machen. Um diesem Problem zu begegnen, hat die japanische Regierung ihr Ziel, bis 2030 landesweit 300.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu errichten, verdoppelt und stellt Betreibern in diesem Haushaltsjahr 17,5 Milliarden Yen (117 Millionen US-Dollar) zur Verfügung. Diese enorme Subvention ist dreimal so hoch wie im Vorjahr.
Auch die japanischen Automobilhersteller treiben den Übergang zu Elektrofahrzeugen voran. Honda plant, den Verkauf von benzinbetriebenen Autos bis 2040 schrittweise einzustellen, während Nissan bis 2030 27 elektrifizierte Modelle, darunter 19 Elektrofahrzeuge, auf den Markt bringen will. Toyota hat sich ebenfalls ehrgeizige Verkaufsziele gesetzt: 1,5 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge bis 2026 und 3,5 Millionen bis 2030.
Veröffentlichungsdatum: 08.11.2023


